ATEX-Explosionsschutz


ATEX-Explosionsschutz


Überall dort, wo schon ein kleiner Funke oder eine heiße Oberfläche zu einer folgenschweren Explosion führen können, ist ein umfänglicher Explosionsschutz für Maschinen und Anlagen unabdingbar. IMI Precision Engineering hat für Umgebungen wie diese spezielle Ex-Magnete der Marken IMI Buschjost und IMI Herion entwickelt. Sie haben sich vielfach in der Praxis bewährt und sind in explosionsfähiger Atmosphäre nahezu uneingeschränkt anwendbar.


Was ist eine explosionsfähige Atmosphäre?

Explosionsfähige Atmosphären (Ex-Bereiche) finden sich dort, wo ein Gemisch aus brennbaren Gasen, Dämpfen und/oder Stäuben unter Sauerstoffeinwirkung gespeichert wird. Heiße Oberflächen, Flammen und Funken können als Zündquellen in diesen explosionsfähigen Atmosphären dienen; die ATEX-Richtlinie soll die Entstehung solcher Zündquellen verhindern.

Eine potenziell explosionsfähige Atmosphäre beschränkt sich nicht auf die offensichtlichen Arbeitsplätze wie Öl- und Gasraffinerien oder Betankungsanlagen. Selbst Arbeitsplätze wie Sprühlackierkabinen oder Arbeitsplätze, in denen Feinstaub anfällt, wie Steinbrüche oder Getreide- und Futtermühlen, können Aktivitäten beinhalten, die potentiell in einer explosionsfähigen Umgebung resultieren könnten.

ATEX-Zertifizierung

Um Explosionen zu vermeiden oder sie zumindest unmittelbar nach ihrem Auftreten zu kontrollieren, gibt es zahlreiche Normen, Gesetze und Bestimmungen, die für ein höchstmögliches Maß an Sicherheit sorgen. Im europäischen Raum bestimmt die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU das nötige Sicherheitsniveau, auf internationaler Ebene ist es das IECEx-Regelwerk.

Die ATEX-Richtlinie umfasst zwei EU-Zertifizierungen, die die Anforderungen an Geräte und Schutzsysteme für potenziell explosionsfähige Umgebungen (einschließlich der Installation und des Betriebes solcher Systeme) sowie die Mindestanforderungen zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden könnten, behandeln. 

Explosionsgefährdete Bereiche werden in Zonen eingeteilt, basierend auf der Gas- oder Staubatmosphäre, der Häufigkeit des Auftretens und der Dauer des Auftretens einer explosionsfähigen Umgebung. Die vollständige ATEX-Kennzeichnung umfasst auch explosionsgefährdete Bereiche, die nach Staub- und Gasarten, Temperaturklassen sowie besonderen Einsatzbedingungen klassifiziert sind


 


Je gefährlicher die Zone, desto umfangreicher muss auch der Explosionsschutz ausgelegt sein. Aufeinander aufbauend reduzieren primäre, sekundäre und tertiäre Schutzmaßnahmen das Risiko einer Explosion auf ein Minimum.

Der primäre Explosionsschutz verhindert dabei die Entstehung einer explosionsfähigen Atmosphäre. Maßnahmen wie die Vermeidung brennbarer Stoffe und die Begrenzung ihrer Konzentration zählen zum Beispiel in diesen Bereich.

Beim sekundären Explosionsschutz geht es darum zu verhindern, dass vorhandene Zündquellen wirksam werden, um eine Entzündung der Atmosphäre zu unterbinden.

Der tertiäre Explosionsschutz greift, wenn es bereits zu einer Explosion gekommen ist, und reduziert ihre Auswirkungen so weit wie möglich. Eine Druckentlastung der Anlage oder der Einsatz druckfester Komponenten sind geeignete Schutzmaßnahmen, die in diese Kategorie fallen.

IMI Precision Engineering eine umfangreiche Auswahl an zertifizierten Produkten in den Gruppen 1, 2 und 3 für den Einsatz in den Zonen 1 und 2 mit einer Vielzahl von Schutzmaßnahmen. Dazu gehören ATEX-zertifizierte Magnetventile, Proportionalventile und Druckschalter.